Mittwoch, 12. Juni 2013

Matjes Gulasch mit Schneidebohnen

Es ist wieder Matjeszeit hier im hohen Norden.....und da werden wieder alle Register
gezogen und um das beste Rezept gebuhlt.

Hier ist eins von Heinz Wehmann, dass ist gar nicht so schlecht.




Was brauchen wir für 4 Personen:

4 doppelte Matjesfilets (oder 8 halbe)
1 Becher 500 g) halbfetten Bio Yoghurt
1 Limone
20 g weißer Crema di Balsamico
250 g Schneidebohnen
Neue Kartoffeln
200 g bunter Cherry Tomaten
1 rot Zwiebel
1 Bund Estragon
Pfeffer aus der Mühle
Salz (Maldon)





Die Bohnen putzen und schräg in Rauten schneiden, bissfest garen
und in Eiswasser abschrecken.
Die Bohnen (ich habe hier nur Brechbohnen bekommen, geht auch)
zusammen mit den halbierten Cherry Tomaten in Butter anschwitzen.
Neue Kartoffeln waschen und in der Schale kochen.



Das Dressing:

Den Joghurt zusammen mit  ca. 20 g weisser Balsamico Creme, den Abrieb
eine Limone und den Saft einer halben Limone verrühren.
Den frischen Estragon klein hacken und unter das Joghurt Dressing geben.
Mit frisch gemahlenem Pfeffer, Maldon Salz und etwas Zucker abschmecken.



Die Bohnen mit den Tomaten in der Mitte des Tellers anrichten.
Die Kartoffeln schräg halbieren  und um den Bohnensalat verteilen.
Matjes in Rauten schneiden und auf dem Bohnen- Tomaten Salat verteilen.
Dann zwei bis drei El von dem Joghurt Dressing darüber geben.
Mit feinen roten Zwiebelringen, etwas frischem Estragon und einer
Scheibe Limone garnieren und fertig ist ein köstliches Matjes Gericht.

Wichtig, der Matjes muss kalt sein







Dazu passt ein frischer Rosè oder Riesling


Dienstag, 11. September 2012

Boeuf Bourguignon nach Julia Child (leicht abgewandelt)



Ich habe das Rezept jetzt zum vierten mal gekocht, es ist einfach, gut und für jeden Gast geeignet....


Wir brauchen also für 4 - 6 Personen 




1,5- 2  kg Rindfleisch aus der Schulter zum Schmoren, natürlich Bio und aus der Region 
1 kg Kalbs- oder Rinderknochen für den Fond oder einfach hier, bei Arthurs Tochter kocht nachschauen wie man ihn herstellt, ich mache das genau so......
200 g Schinkenspeck (am besten vom Metzger schon schön dünn geschnitten)
20 französische kleine Schalotten
2 Möhren (für das Röstgemüse)
1 Stange Lauch (für das Röstgemüse)
1/2 Sellerieknolle für das Röstgemüse
2 Bund Möhren (nicht so groß) zum glasieren als Beilage 
400 g rote Champignons noch besser sind, wenn es sie gibt, Steinpilze  :-))
eine Sellerieknolle und eine kleine Steckrübe für den Kartoffelstampf
gut 1 Liter sehr guten Burgunder  (wird bestimmt mehr)
ca. 1 Liter Kalbsfond (am besten selbstgemacht s. o.)
1 Bund Thymian
4 Knoblauchzehen
1 Zitrone für den Kartoffelstampf
2 EL oder eine kleine Dose Tomatenmark
3 Lorbeerblätter
Wallnuss großes Stückchen Ingwer
3 EL Mehl zum bestäuben
Meersalz (Maldon)
frisch gemörster Pfeffer oder aus der Mühle

Beilage:  glasierte Ingwer Möhren 
Kartoffel, Steckrübe, Sellerie- Zitronen Stampf

Vorbereitung:




Das Fleisch in 7 cm grosse Stücke schneiden. Den Speck in hauchdünne Scheiben schneiden. Zwei Möhren, den Lauch, die Zwiebel und Sellerie fein würfeln.
Den Backofen vorheizen auf 230°






Wir brauchen einen schönen großen Schmortopf, am besten einen  Gusseisernen Bräter. 
Zuerst die Speckscheiben schön kross anbraten, rausnehmen und beiseite stellen. 
Dann im selben Fett die Fleischstücke nach und nach (damit 
es nicht wässert) ebenfalls von allen Seiten  anbraten und beiseite stellen. Zum Schluss das Röstgemüse (Lauch, Möhre und Sellerie und die Zwiebel)  anrösten, das Tomatenmark dazugeben und alles miteinander vermengen. Jetzt denRotwein glasweise zugiessen und immer wieder verkochen lassen. Wenn das letzte Glas angegossen ist (nach ca. 1 Liter) Alle Zutaten wieder in den Topf geben und das Fleisch mit Mehl bestäuben und gut verteilen.
Den Topf offen für 4 Minuten in den Backofen stellen. Dann umrühren und nochmal 4 Minuten in den Backofen damit. Nun ist das Mehl angeröstet und haftet am Fleisch. Mit dem Kalbsfond angiessen, sodass das Fleisch bedeckt ist. Ofentemperatur auf 165° herabsetzen und den Topf für mindestes 4-6 Stunden auf unterster Schiene schmoren lassen.....uff....ich habe dann noch mal eine Stunde bei 150 Grad dazugegeben. Das Fleisch war so Butterzart,  dass es sogar Maria mit Inbrunst verzehrt hat....;-))




Die Champignons habe ich in einer Mischung aus Oel und Butter ca. 3 Minuten in der Pfanne angebraten.
Die Schalotten werden auch erst in einer Oel/Butter Mischung ein paar Minuten gebraten, bis sie etwas Farbe genommen haben.
Dann 125 ml Brühe oder Wein dazugeben, ein paar Zweige Thymian hinein und ca. 40 Minuten sanft schmurgeln lassen.




Am Ende den Bräter aus dem Ofen holen, das Fleisch herausfischen und das Ganze durch ein Sieb giessen. Die Sauce auffangen und dann auf dem Herd reduzieren bis sie geschmacklich konzentriert und sämig und vor allem eine schöne dunkle glänzende Farbe hat. 
Zum Schluss noch mal mit  Salz und Pfeffer abschmecken,  Creme Fraiche darunter geben. Dann Fleisch, Pilze und Schalotten dazugeben und alles noch einmal kurz erwärmen.

Die Beilage:

Einfach schöne Bio Möhren schräg schneiden und mit etwas Zucker, Zitrone, Ingwer und Sternanis bissfest in Brühe garen.

Kartoffel- Sellerie Steckrübenstampf:
Kartoffeln, Steckrübe und Sellerie jeweils die gleiche Menge  grob in Würfel schneiden
und zusammen mit zwei Lorbeerblättern, einer geviertelten Zitrone und einer Knoblauchzehe in Brühe garen. 
Alles zusammen mit etwas Butter, Kochwasser  und Milch  mit dem Kartoffelstampfer grob oder fein (je nach Gusto) stampfen und noch mit Salz, Pfeffer und Muscat abschmecken. Vor dem anrichten eine ordentliche Handvoll klein gehackte Petersilie unterrühren.




Dazu gibt es den Wein, den wir auch für das Boeuf genommen haben.



Samstag, 8. September 2012

Couscous Salat mit weißen Bohnen


Heute hat es den halben Tag in Hamburg geregnet und da musste ich mich eben mit dem Kochen hingeben.
Was ist dabei herausgekommen? Ich brauchte nicht mal einkaufen, alle Zutaten waren vorhanden.
Wie immer, stellt sich die Frage.....wer soll das denn alles essen (ich schicke es nach Bruchsal, die freuen sich......)





Zutaten:

125 g Couscous
200 g weiße frische Palbohnen
je eine viertel rote, gelbe und Orange Paprika
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 rote Zwiebel
1 Bund Petersilie
1 Bund Koriander
1 Bio Karotte
1 Knoblauchzehe
bunte Tomaten
1 Walnussgroßes Stück Ingwer
Piment de Espelette
1 Tl gemahlene Ingwersaat
Meersalz (Maldon)
frisch gemörster Pfeffer
Himbeeressig
gutes Olivenöl
2 El Pinienkerne
1 El Leinsamen
getrocknete Tomaten


Zubereitung:

den Couscous mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und schön quellen lassen.
Die weißen Bohnen im Salzwasser bissfest garen (nicht zu weich) und mit kalten Wasser abchrecken.
Wenn der Couscous abgekühlt ist, die Bohnen dazu geben.
Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und mit dem Couscous, und weißen Bohnen vermengen.
Die Petersilie, Koriander, Ingwer , die getrockneten Tomaten und den Knoblauch schön fein hacken  und ebenfalls untermischen. Jetzt noch die Karotte und Paprika in kleine Würfel schneiden und auch noch dazu geben.
Für die Vinigrette (je nach Gusto) den Himbeeressig, Olivenöl, etwas Honig und Dijon Senf aufschlagen.
Den Couscous und die Bohnen zusammen mit der Vinigrette vermengen. Die kleinen bunten Tomaten halbieren und ebenfalls dazu geben.  Alles noch mit den Gewürzen schön pikant  abschmecken.
Die Pinienkerne und den Leinsamen in einer eisernen Pfanne ohne Fett anrösten und über den Salat geben. Ein paar Stunden ziehen lassen und dann nett mit frischem Bauernbrot anrichten.

Er schmeckt einfach wunderbar...

Dazu passt ein trockener kalter 2011 Cabernet blank aus der Pfalz vom Bio Weingut Rummel.











Freitag, 31. August 2012

Blutwurst mit frischen Nordseekrabben auf Wildkräutersalat

Als ich heute so über den Isemarkt schlenderte, habe ich  an Stevan Paul (der schnelle Teller im Effilee) gedacht und habe mir gesagt: 
heute mache ich auch mal was schnelles und leckeres.
Also hab ich mir beim Krabbenhändler aus Büsum die frischen Krabben und beim Bio Metzger die Blutwurst gekauft. (weiß auch nicht, wie ich darauf gekommen bin)  Dann noch frischen Wildkräutersalat und ein paar schöne bunte Tomaten.

Blutwurst und Krabben geht das überhaupt ? Was ist daraus geworden ? eine sehr schmackhafte und sensationelle kleine Vorspeise, die tatsächlich nicht länger als 9 - 10 Min. in Anspruch genommen hat.   


Zutaten für vier Personen:

9 Scheiben Blutwurst nicht zu dünn geschnitten ca. 1 cm 
1 Schalotte oder auch nicht
200 g frische Nordseekrabben (vom Isemarkt)
1 Tl Fenchelsaat

1 kleine rote Chillischote
Wildkräutersalat
ein paar bunte Tomaten
1 Tl Olivenöl zum anbraten

Himbeer-Balsamico Essig und ein gutes Olivenöl
Pfeffer / Maldon Salz
Zubereitung



:















Die Fenchelsaat in einer mittelgroßen Eisenpfanne  kurz anrösten.
Eine kleingehackte Chillischot und die Schalotte dazugeben 

Die Blutwurstscheiben kurz von beiden Seiten kross anbraten, die Krabben ebenfalls und mit groben frisch gemörstem Pfeffer und Maldon Salz abschmecken.

Die Blutwurstscheiben mit den Krabben zusammen auf einem Wildkräutersalat mit  Tomaten  schön anrichten
und mit Himbeervinaigrette beträufeln, fertig ist eine leckere Vorspeise.
Dazu ein frisches Baguette und ein Gläschen Wein.




Donnerstag, 23. August 2012

Scharfer Thai Glasnudelsalat mit Huhn


für zwei oder 3  Personen
50 g Glasnudeln
1 Bio Hähnchenbrustfilet (etwa 150 g schwer)
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 kleine rote Zwiebel
1 kleine Lauchstange (nur das weiße)
1 Knoblauchzehe (Lila)
1 kleine Zuchini (möglichst gelb, sieht gut aus)
12  kleine rote und gelbe Coktail-Tomaten
1 rote Chilischote (scharf)
1 Bund Koriander 
1 haselnussgroßes Stück frischen Ingwer
1 Zitronengras
1 Limette
2 EL Erdnuss- oder CashewkerneSHEW-KERNE
1 EL Öl (gut wären Erdnuss- oder Sesamöl nicht kaltgepresst)
1 EL Reisessig (aus dem Asialaden), notfalls geht auch Limettensaft
2 EL Fisch- oder Austernsauce (aus dem Asienladen) 
2 Tl Zucker
Salz / Pfeffer aus der Mühle



Zutaten






Die Glasnudeln aus der Packung nehmen und am besten gleich in eine große Schüssel legen, weil sie leicht brechen und runterfliegen. Die Nudeln auseinander lösen und lauwarmes Wasser drüberlaufen lassen. 10 Minuten brauchen sie jetzt mindestens, bis sie weich werden.

Das Hähnchenbrustfilet (Bio) in kleine Würfel schneiden - besser zu klein als zu groß. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und das ganz dunkle Grün wegschneiden, den Rest in feine Ringe schneiden. Die rote Chilischote waschen und den Stielansatz abschneiden, Schote fein hacken. (Wer's nicht ganz so scharf mag, entfernt die Kerne vorher.) Ingwer schälen und zuerst in hauchdünne Scheiben, dann in superfeine Stifte schneiden. Die Erdnuss- oder Cashewkerne  hacken und in der Pfanne kurz anrösten.
Eine nicht zu kleine Pfanne (am besten geht natürlich ein Wok)  auf den Herd stellen und mittelheiß werden lassen. Das Öl reingeben und das Fleisch  so lange unter Rühren garen, bis es rundum knusprig und braun ist. Erdnüsse- oder Cashewkerne, Ingwer, Knoblauch, Chili und Zwiebelringe und das klein geschnittene Gemüse darunter geben. Bei mittlerer Hitze noch 3-4 Minuten immer wieder wenden und braten.

Die Glasnudeln in einem Sieb gut abtropfen lassen und unter das Gemüse in die Pfanne / Wok  geben, kurz mitbraten. Alles in die Schüssel zurückschütten. Den Essig mit der Fischsauce oder dem Fischfond und dem Zucker gut verrühren und unter die Nudeln mischen. 

Vor dem servieren den frisch gehackten Koriander, die karamellisierten Erdnüsse  und  die  restlichen Zutaten  untermischen, mit etwas Limettensaft, Sojajus und Erdnussöl leicht säuerlich abschmecken und servieren.

Dienstag, 21. August 2012

Knackiges Brötchen mit holländischem Gouda und Senf

                                            

Jetzt kommt die erste Liga...............

Es ist gar nicht so einfach, ein ordentliches Rezept für ein Brötchen mit Gouda und Senf zu finden.                                            
Hier eine besonders seltene und leckere Variante.


Zutaten für 1 Person:

1 frisches knackiges Brötchen mit hohem Weissmehlanteil
1 grobe Messerspitze Butter zum bestreichen der Brötchenhälften
zwei nicht zu dünne Scheiben von jungem holländischen Gouda (ordentlich Vollfett 70 % Fettanteil)
ca. 2 EL mittelscharfen Düsseldorfer Senf







Zubereitung:

Die Zubereitung ist das wichtigste und sollte sorgfältig erfolgen.

1. das Brötchen mit einem scharfen Messer oder einer Brotsäge halbieren (Krümel beiseite legen)
2. beide Hälften mit Butter bestreichen (die Butter sollte nicht über den Brötchenrand hinausragen)
3. die Käsescheiben entrinden
4. beide Brötchenhälften mit den entrindeten Goudascheiben schön überlappend belegen

Zum Schluss den Senf nicht zu dünn über den Käse streichen (es muss ordentlich schmatzen)

und.......nichts abgeben, alles allein essen, nur so lässt sich das Brötchen genießen.



Sonntag, 15. Juli 2012

Orangen-Bohnensalat mit gebackenem Ricotta

Es ist einfach ein schönes Gericht oder Vorspeise für heiße Tage (ha..ha..ha)




Zutaten für den gebackenen Ricotta: 

etwas Butter ca. 20 g
2 Esslöffel Polenta
1 El grob gemörster schwarzer Pfeffer
750 g Ricotta
2 El geriebener Parmesankäse
3 Eier
1 Zitrone
20 schwarze Oliven
Salz (Maldon)
Pfeffer aus der Mühle
5 kleingehackte getrocknete Tomaten
2 El geröstete Pinien- oder Wallnusskerne
Olivenöl
1 TL frische Thymian Blättchen oder mehr

Zutaten für den Salat:

300 g grüne Bohnen
Salz
weisser Balsamico-Essig
Honig
1 EL Senf
Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
2 schöne Orangen
50 g Pinienkerne
eine Hand voll glatte Petersilie



Eine Backform (Springform) von 20 cm Durchmesser mit der Butter einfetten. Die Polenta mit dem frisch
gemörsten Pfeffer vermengen und damit die gefettete Springform ausstreuen.

Den Ricotta, Parmesan und die Eier vermengen und glatt rühren. Die getrockneten, kleingehackten Tomaten und die Pinienkernen darunter geben und mit Salz, Pfeffer und ein wenig Zitronensaft abschmecken.  Die fertig abgeschmeckte Masse in die Form geben und mit den Thymianblättchen
bestreuen. Nun noch mit ein wenig Olivenöl beträufeln und 40-50 Minuten in den auf 180  Grad vorgeheizten  Backofen schieben. In der Form auskühlen lassen.

Die grünen Bohnen waschen und schräg in Streifen schneiden. In Salzwasser bissfest kochen.
Abgießen und unter kaltem Wasser abschrecken.
Für das Dressing den Essig, Honig, Senf, Öl und dem gepresstem Knoblauch zu eine Konsistenz verschlagen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Das Dressing über die Bohnen geben und vermischen. Die beiden Orangen großzügig schälen und in dünne Scheiben schneiden und zu den Bohne geben. Petersilie, die gerösteten Pinienkerne und die Oliven dazu geben. Den Salat abschmecken und mit den in Scheiben geschnitten Ricotta hübsch anrichen.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Mallorquinisches Zitronenhuhn

Dieses wunderbare Gericht von Jamie Oliver ist sehr einfach, entfacht aber umso größere aromatische Wunderwerke.





Zutaten für 4 Personen:
1 kg Kartoffeln, geschält und in 2,5 cm große Würfel geschnitten
4 unbehandelte Zitronen (hoffentlich aus eigener Ernte!)
wahlweise 2 unbehandelte Zitronen und ca. ein halbes Päckchen geriebene Zitrone
1 großes Bund  frische glatte Petersilie, die Blätter fein gehackt, die Stängel beiseite gelegt
1 Bio-Hähnchen, ca. 2 kg, ausgenommen
200g spanische Chorizo-Wurst 
Olivenöl
Salz (Maldon)
Pfeffer
2 Knoblauchzehen, geschält und fein geschnitten.

Zubereitung:

Zunächst den Ofen auf 220° C vorheizen. Kartoffeln und 2 Zitronen 5 Minuten vorkochen, lieber etwas länger als zu kurz.
Während die Kartoffeln und Zitronen kochen, die Chorizo schräg in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, die Petersilie waschen und die Blätter von den Stängeln trennen, die Blätter hacken. Dann noch ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Backpapier sollte angefeuchtet werden, damit es geschmeidig wird.
Nach guten 5 Minuten das Wasser abgießen und die Zitronen mehrfach einstechen. Die Kartoffeln auf dem Backblech verteilen, mit einem kleinen „Thron“ für das Hähnchen in der Mitte des Backblechs. Dann das Hähnchen auf den „Thron“ setzen und die beiden gekochten Zitronen zusammen mit den Petersilienstängeln in das Innere des Hähnchens  stecken. Dort entfalten die Zitronen ihr wunderbares Aroma und helfen gleichzeitig dem Hähnchen beim Garen. Das Hähnchen und die Kartoffeln salzen und pfeffern. Die Chorizo-Stücke sowie einen Teil der gehackten Petersilie über das Blech verteilen und alles mit etwas Olivenöl beträufeln. Bratzeit im Ofen sind 80 Minuten. Zwischendurch Kartoffeln und Chorizo vorsichtig wenden. Damit alles knuspriger wird, können Sie kurz vor Ende der Bratzeit den Backofengrill einschalten. Bitte den Bratvorgang laufend überwachen.
Es ist also ausreichend Zeit, die Garnitur, eine Gewürzmischung, zuzubereiten, die später einen sensationellen Duft verbreiten soll. Die Schale der beiden übrigen Zitronen mit einer Microplan Reibe abreiben  und mit der restlichen Petersilie und dem fein gewürfelten Knoblauch verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, etwas Olivenöl und Zitronensaft darüber träufeln.
Am Ende der Garzeit die Petersilie mit der Zitronenschale und dem Knoblauch über das heiße Hähnchen geben. Der Duft, der sich nun entfaltet ist unglaublich aromatisch und lässt vom Mittelmeer träumen.


Dazu ein knackiger Salat und ein kalter Rosado  vom Weingut Son Prim und ein Stück geröstetes Brot.




Sonntag, 29. April 2012

Fira del Vi en Pollenca

Mallorquinischer Wein wird immer beliebter
Ein immer wieder gern besuchtes und recht feuchtfröhliches Event bietet sich den einheimischen Besuchern und Residenten des Nordens der Insel wieder an diesem Wochenende des 21.04/ 22.04.  mit der “Fira del Ví”, der Weinmesse im Kloster Santo Domingo in Pollensa.
Im Kreuzgang des Innenhofes  des Klosters sind die besten Winzer der Insel vertreten. 
Auch ich war, wie im letzten Jahr auch und habe  auf mehreren Runden durch den Kreuzgang  alles probiert, was die Insel an guten Weinen hergibt. 
Begleitet wurde ich von allerhand kleinen Leckereien wie Käse, Oliven, Iberico-Schinken und vielem mehr. Man kann man sich dort von der, inzwischen auch international anerkannten, hervorragenden Qualität der mallorquinischen Weine überzeugen.......Ein nettes Event.

Die Weine von Mortitx 



"Son Prim " das  Highlight der Messe








Sonntag, 15. April 2012

Gambas rojas, rote mallorquinische gambas

Sie sind eine rare Spezialität und werden meistens vor der Küste von Soller gefangen, die "Gambas rojas" Man muss sie ja nicht gleich Kiloweise verspeisen, ein paar wenige zum genießen (als Vorspeise) und wenigstens mal zum probieren tun es auch. Der Kilopreis liegt bei ca. 40 - 50 Euro, also nicht gerade ein Schnäppchen.
Man kann für dieses Rezept auch die gezüchteten aus den asiatischen Mangrovensümpfen nehmen, sind
aber nicht so lecker...



Was brauchen wir:

500 gr Gambas
3-4  frische junge Knoblauchzehen (kann auch mehr sein)
2 Bund frische glatte Petersilie
Salz (Maldon) Pfeffer
gutes Olivenöl
1 kleine rote Chili
Saft einer Zitrone
Abrieb einer Zitrone
1 Gläschen Cognac
2 Flaschen kalten Roset (zum trinken)

Die Petersilie zusammen mit dem Zitronenabrieb und dem Knoblauch fein hacken. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer vermengen, so dass ein schönes Pesto entsteht.

In einer großen Pfanne oder Craixonera Olivenöl stark erhitzen und die Gambas dazu geben. Die kleingehackte Chili Schote darunter mengen. Je nach der Menge, die Gambas unter ständigem rühren ca. 3 Minuten braten (sie bekommen eine sehr intensive rote Farbe)  Die Gambas sollten auf keinen Fall zu lange gebraten werden, da sie sonst trocken und hart werden.
Kurz vor vor Ende der Bratzeitt den Saft einer ausgepressten Zitrone (die Pfanne sollte ordentlich zischen) und das  gehackte Petersilienpesto dazu geben.
Zum Schluss die Gambas mit dem Cognac ablöschen und flambieren, dadurch bekommen sie einen noch intensiveren Geschmack.....

Die Gambas heiß, mit einer leckeren Aioli und frischem Baguette servieren. Gegessen und gepult wird mit den Fingern, also ordentlich mit Papierservierten eindecken.

Dazu gibt es einen kühlen Rose........bei mir ein 2011 Macia Batle aus Santa Maria Region Benisalem.

Montag, 9. April 2012

Revolution in Orange

Vollkommene ZitrusfrüchteRevolution in Orange

17.03.2012 ·  In einem Tal Mallorcas pflanzt ein Deutscher famose Zitrusfrüchte, deren olfaktorischer Polyphonie schon vor tausend Jahren die Menschen verfielen.
(Von FABIAN UND CORNELIUS LANGE)
Ihr Blütenduft ist überirdisch, die leuchtende Farbe der Früchte verlockend paradiesisch, ihre Geschmacksvielfalt himmlisch. Aber Moment mal, Orangen gibt’s doch im Plastiknetz, das ganze Jahr über im Supermarkt und als Saft aus dem Tetrapak - warum also groß Aufhebens um sie machen? Eine Frage, die nur Leute stellen, denen noch keine zur Vollkommenheit gereiften Orangen begegnet sind.
Erlösen wir die Orange aus dem Dunkel unserer Unwissenheit und begeben uns dazu an einen jener Orte, an denen diese Frucht einen besonders würdigen Platz gefunden hat. Er liegt in einem Tal der engen Schlucht von Soller auf der Nordseite Mallorcas. Dieser abgeschiedene Ort wird von den Einheimischen auch „Insel auf der Insel“ genannt, denn Soller war lange Zeit mit dem Schiff leichter als über den steilen Bergpass zu erreichen.

Hier fühlen sich Orangen pudelwohl

Hier fand der Orangenbaum eine Heimat, als ihn arabische Händler während ihrer Herrschaft von 900 bis 1200 auch nach Mallorca brachten. Die Araber verfielen der göttlichen Frucht, denn ihr betörender Blütenduft verzierte die Gärten ihrer Paläste im Frühjahr durch olfaktorische Polyphonie. In der Süßspeise „qas’at“, das die Sizilianer später Cassata tauften, wurde die Orange in kandierter Form als Aromabombe eingeschleust.
Dank des warmen Mikroklimas in Soller, des fruchtbaren Bodens im Tal und der exzellenten Wasserversorgung von den Bergen fühlen sich die Orangen dort pudelwohl. Durch die kühlen Nächte entwickeln sie viel Aroma und die tiefe Farbe. Das ausgeklügelte, viele Kilometer in Stein gehauene Kanalnetz sowie die unzähligen Terrassen aus Trockenmauern gehen noch auf die Araberzeit zurück.
Die Spanier übernahmen später das System und verschifften die Vitamin-C-Bomben nach Marseille, von wo sie weitertransportiert wurden. Doch gegen die unaufhaltsame Billigkonkurrenz der endlosen Orangenhaine rund um Valencia kamen die Mallorquiner Orangenbauern nicht an, und so schien es mit der jahrtausendealten Terrassenkultur zu Ende zu gehen.

Vom Süßwarenspezialist zum Orangenexperten

Dann aber kam der deutsche Einwanderer Franz Kraus nach Soller, der damals als Geschäftsführer Marketing beim Schokoladenhersteller und Kaffeeröster Jacobs Suchard tätig war: „Ich bin hier 1989 gelandet“, blickt Kraus zurück. „Damals war Soller noch schwer vom Ende der Franco-Zeit geprägt. Die vom alten Regime geförderte Textilindustrie lag völlig am Boden, und mit der Landwirtschaft ließ sich kaum Geld machen. Soller war für den Tourismus noch zu weit ab vom Schuss, denn der Straßentunnel wurde erst 1997 fertiggestellt.“
Der Sohn einer Bäckerfamilie aber, der an der Eastern Michigan University Betriebswirtschaft studiert hatte, konnte beim Anblick der paradiesischen Früchte im Tal nicht widerstehen. Er kündigte die sichere Stelle in Deutschland, um ganz von vorne anzufangen. „Die Situation hier in Soller war damals wirklich prekär. Hohe Arbeitslosigkeit und kaum Perspektiven“, sagt er. Kein Wunder, dass der durch das Erbrecht zersplitterte Grundbesitz der Orangenhaine verfallen war und die überlebenswichtigen historischen Wasserkanäle vielerorts leckten. So kam es, dass noch in den neunziger Jahren auf Mallorca etwa achtzig Prozent der Zitrusfrüchte als Fallobst endeten.

„Ich galt als Verrückter“

Weil der Süßwarenspezialist aber den Spagat als Mittler zwischen den Einheimischen einerseits und Gründer eines rentablen Unternehmens andererseits wagte, ging es mit dem leuchtenden Gold von Soller bergauf: „Wissen Sie, ich galt hier damals als Verrückter, aber weil ich von außen kam, wurde ich akzeptiert. Ich galt als neutrale Partei, der nicht Neid und Missgunst unterstellt wurde.“ Den Streit um die jahrhundertealten Wasserrechte konnte Kraus schlichten. Und so machte sich eine Gruppe Gleichgesinnter ans Werk, bis das Netz wieder funktionierte.
Heute ist es eine Freude, an den schattigen Kanälen mit dem munter sprudelnden Wasser unter den Zitrushainen aus uralten Hochstammbäumen entlang zu wandern: „Traditionelle Landwirtschaft in dieser Form kann nur durch den Tourismus überleben, und der Tourismus wird nur nach Soller kommen, wenn diese Form der ökologischen und landschaftsprägenden Agrarkultur weiter gepflegt wird“, glaubt Kraus. Inzwischen wurde das Tramuntana-Gebirge mit seiner uralten Wassertechnik und dem Trockensteinbau der Plantagen zum Weltkulturerbe deklariert.

Marmeladenstoffdeckel aus Uniformen der Franco-Zeit

Parallel dazu gründete Kraus das Unternehmen „Fet a Soller“ (Gemacht in Soller), eine Vertriebskooperation, die Orangen, Zitronen, Mandeln und Oliven aus dem Tal in kleinen ortsansässigen Manufakturen veredelt. Insgesamt achtzig Tonnen Früchte werden im Jahr verarbeitet. Alle Produkte werden über den firmeneigenen Internetshop vermarktet.
Die Menschen im Tal sind für Kraus dabei ein wesentlicher Teil seiner Unternehmensidee. Die Werkstätten liegen im alten Ort, und die Menschen haben nur kurze Wege zur Arbeit. Beim Weg zur Manufaktur kommen wir an der stillgelegten Weberei in einer hundert Jahre alten Halle vorbei, in der noch die Webstühle verrosten. „Hier wurden bis 1980 Stoffe für das Militär gewebt“, erzählt Kraus. In der Marmeladenproduktion um die Ecke sind 40 Mitarbeiter dabei, Marmelade zu kochen oder die Gläser zu verpacken. Kraus hat diebische Freude daran, das Design der kleinen Marmeladengläser zu erläutern: „Für die Stoffdeckchen über den Deckeln habe ich seinerzeit die Konkursmasse der Weberei erworben. Heute stanzen unsere Kollegen hier aus den Hemdstoffen der alten Franco-Armee unsere Stofflätzchen.“

Die Orangen sind komplett verwertbar

Die Auswahl an Zitrusmarmeladen ist eine wahre Überraschung: Orangenmarmelade mit sechzig Prozent Fruchtanteil ist angenehm cremig, voll ätherischer Orangenfrucht, kaum bitter und zartsüß. Sie ist eine süßlich-saure Herausforderung und die Bitterorangenmarmelade eine herbe, eigenwillig charakterstarke, leicht oxidativ angelegte Versuchung in Zartbitter. 1994 hat Kraus im Ort eine Manufaktur für die hellgelbe Orangen-Eiscreme aus Soller ins Leben gerufen, deren handwerklich aus vollreifen Früchten hergestellte Produkte auch innerhalb Deutschlands verschickt werden, so der fruchtige Orangenessig. Die geschälten mallorquinischen Mandeln schließlich sind für Desserts ideal.
“Wir vermarkten nur vollreife, unbehandelte Saisonfrüchte“, sagt Kraus. „Diese Früchte leben und sind nicht durch pilzhemmende Wachse mumifiziert. Wir haben heute ja völlig falsche Erwartungen an Zitrusfrüchte. Dafür kann man unsere Orangen komplett verwerten.“ Wer die ausschließlich von Hand geernteten Früchte genießt, wird über das pralle Orangenaroma begeistert sein. Der saftige Biss wird begleitet von appetitlicher Fruchtsäure, die die volle Süße angenehm abpuffert. Die Früchte sind am Baum so ausgereift, dass die ätherischen Aromen geradezu überwältigen - und man sogar voll Lust in die Schale beißen kann.
Blanc Manger mit Orangen
Zutaten: Für den Blanc Manger 300 ml Milch / 200 g enthäutete, gemahlene Mandeln aus Mallorca / 80 g Zucker 3 EL Honig (optional) / 8 g Gelatine / Abrieb von 2 Orangen / 200 ml Sahne / 375 ml Schlagsahne; für die Orangenfilets Filets von 4 Orangen aus Mallorca / Abrieb einer Orange / 3 EL Honig.
Zubereitung: Die Milch mit Mandeln, Zucker und ggf. Honig im Wasserbad erwärmen. Nicht kochen, nur bei rund 80 Grad warm halten. Nach zehn Minuten die Mandeln in der Milch mit dem Pürierstab zerkleinern und noch einmal rund zehn Minuten ziehen lassen. Dann durch ein feines Sieb geben. Mit einem Gummispachtel die Mandeln gut ausdrücken, es wird nur die Mandelmilch verwendet. Die Gelatine einweichen, zu der warmen Mandelmilch geben, die Orangenschale einrühren. Kalt stellen. Wenn die Masse abzubinden beginnt, also leicht dicklich wird (dauert rund zehn bis zwanzig Minuten), die geschlagene Sahne unterziehen. In eine Form geben und mindestens einige Stunden kalt stellen. Zum Stürzen kurz in warmes Wasser tauchen. Dazu die Orangenfilets servieren: Diese zuvor in geschmolzenem Honig kurz erwärmen und mit der Orangenschale aromatisieren.



Die Orangensorten aus Soller
  • Navelina-Orange: Reif von November bis Anfang Januar. Sie beginnt den Orangenreigen, wird als Erstes geerntet und verfügt über eine intensivere Säure. Dafür ist sie saftig und lässt sich leicht schälen.
  • Navel-Orange: Reif von Mitte Januar bis Ende Februar. Große Frucht, leicht schälbar. Ideale Speiseorange.
  • Canoneta: Erntezeit von März bis April/Mai. Die Canoneta, die ausschließlich in Soller angebaut wird, ist eine frühe Saftorange mit sehr viel Saft, die sich nur zum Pressen eignet. Sehr süß mit leichter Säure zu Beginn, später geradezu traubenzuckersüß.
  • Navel late: Ernte von Anfang Februar bis April. Sehr süße Speiseorange.
  • Valencia late: Wird von Mai an geerntet, delikate Speiseorange mit runden Früchten und hellerer Schalen. Gut zu schälen, die Schale sitzt aber etwas fester. Saftreich und kernarmes Fruchtfleisch mit hoher Süße, gut auch zum Saftpressen.
  • Peret: Erntezeit von Mai an über den Sommer. Leicht birnenförmig und grün bis gelborange gefärbt, da sich die Orangefärbung auf natürliche Weise nur bei kühlen Nachttemperaturen einstellt. Bitterorange: Erntezeit von Januar bis Ende Februar. Sie eignet sich zur Herstellung der Bitterorangen-Marmelade.
Bezug über Fet a Soller, Telefon 00 34/97 16 38 83 9. Die Früchte werden als Zehn-Kilo-Kiste (23,75 Euro inklusive Verpackung und Versand) nach Haus geliefert. Je nach Saison variiert die Sorte.